„Zwischen Burg und Höhlen“

Zu einer Besichtigung von Burg Nordeck und dem Standort des geplanten Waldkindergartens, der zum Sommer 2017 mit einer Gruppe starten soll, hatte der Bürgermeisterkandidat und Stadtverordnetenvorsteher Thomas Benz eingeladen. Nach der Begrüßung, erklärte dieser ausführlich den Ablauf dieser Besichtigungsrunde. Leider konnten die umfangreichen Renovierungsmaßnahmen auf der Burg Nordeck nicht wie vorgesehen abgeschlossen werden, sodass nicht alle Bereiche zugänglich waren. Helmut Rein, ehemals langjähriger Kommunalpolitiker  und Kenner des Stadtteils Nordeck, hatte die Führung der Gruppe übernommen und konnte mit seinem umfangreichen Wissen  zu jedem Haus das zum ehemaligen Landschulheim Burg Nordeck gehörte etwas informelles sagen. Erstmals konnte man dabei auch erfahren, dass unser erst kürzlich verstorbene Altbundeskanzler Helmut Schmidt (1918-2015) mit seiner damaligen Gemahlin von 1942 bis 2010) Loki, (1919-2010) ebenfalls schon einmal auf der Burg Nordeck verweilte. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) und Rainer Maria  Rilke (1875-1926)  sind zwei weitere bekannte Besucher. Nach der Insolvenz des Landschulheims Burg Nordeck, hat die Lebenshilfe den gesamten Komplex übernommen. Allerdings wird derzeit kein Schulunterricht mehr praktiziert. Die jetzt aufgenommenen Kindern und Jugendlichen gehen in die Schulen nach Allendorf, Lollar und Gießen.

Besonders interessant war für alle die Vorstellung des neuen Waldkindergartens. Die Lage des Kindergartens erscheint fast ideal. Neben einem festen Steinhaus mit kleiner Küche und Heizung sind Räumlichkeiten für Schlechtwettertage vorhanden. Eine sehr große Wiese mit Bäumen und der Anschluss an den direkt zugänglichen Wald sind weitere positive Merkmale. Am Rand des Platzes haben die damals entlassenen Lehrer je einen Baum gepflanzt, der bislang noch beschildert, Aufschluss über den gibt, der ihn gepflanzt hat. Nach dem intensiven Studium der Kindergarten-Anlage mit Goethehaus und dem ehemaligen Nutzgarten kam auch die Nachricht von den Abschlussarbeiten bei der Kapelle der Burg. Leider konnte nicht geklärt werden ob sie der Öffentlichkeit wieder zugänglich wird.  Zu einem kurzen Abschlussgespräch trafen sich die Teilnehmer der Besichtigungstour mit dem Bürgermeisterkandidaten Thomas Benz im Bürgerhaus Nordeck. In den sich anschließenden Gesprächen war man einhellig der Meinung, dass die Angebotserweiterung durch einen Waldkindergarten als Gewinn für unsere Stadt und die Betreuung unserer Kinder bezeichnet werden darf.

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