Häufige Fragen

Was sollten die Wähler noch über Sie wissen?

Ich bin ein Teamplayer! Dinge gemeinsam abwägen und dann eine Entscheidung treffen ist für mich immer der richtige Weg. Ein fairer Umgang, auch mit Menschen die eine andere Meinung vertreten, ist für mich selbstverständlich. Ich praktiziere den offenen und ehrlichen Dialog, frei von parteitaktischen Überlegungen. Ich selbst bin mit Allendorf tief verwurzelt und davon überzeugt, dass Veränderungen nur dann herbeigeführt werden können, wenn persönliches Engagement zum tragen kommt. Dies und ein gewachsenes Verantwortungsbewusstsein für unsere Stadt sind Gründe, die mich dazu veranlasst haben, als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters anzutreten.

Auf was würden Sie sich am ersten Tag als Bürgermeister freuen?

An meinem ersten Tag als Bürgermeister würde ich mich auf die Wahrnehmung meiner neuen Aufgabe in neuem Arbeitsumfeld freuen und zunächst das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen um ein persönliches Kennenlernen zu ermöglichen und die eigentliche Aufgabenzuordnung der Einzelnen zu verstehen.

Was wäre für Sie das Wichtigste was Sie in Ihrer Amtszeit als Bürgermeister umsetzen möchten?

Das Wichtigste, was ich umsetzen möchte ist ein zukunftsfähiges Stadtentwicklungskonzept unter Einbindung aller (Bürgerinnen und Bürger, politischer Gremien und Gruppieren unter Beachtung regionaler Gegebenheiten) und eine bessere Vernetzung der Stadtteile untereinander. Dies ist unabdingbar um unsere Stadt attraktiv und wettbewerbsfähig zu halten, damit wir uns nicht zu einer reinen Schlafstadt entwickeln, wie dies bei vielen Kommunen im ländlichen Raum leider schon der Fall ist. Dies beinhaltet viele Maßnahmen, die ich im Einzelnen schon vorgestellt bzw. angesprochen habe. In der Vergangenheit wurden an dieser Stelle durch die Verwaltungsspitze zu wenige Akzente gesetzt. Hier möchte ich als Initiator und Manager im Amt als Bürgermeister tätig sein und Entwicklungen in diese Richtung anstoßen und zielgerichtet begleiten.

Weiterhin möchte ich den Allendorfer Kommunalpolitikern, der Verwaltung und den Bürgern wieder ein „Wir“Gefühl vermitteln, was in letzter Zeit etwas verloren gegangen erscheint.

Was stellen sie sich konkret unter der Stadtentwicklung und dessen Umsetzung vor?

Thematisch gibt es viele Handlungsfelder denen ich eine hohe Priorität zuordne und die von mir in meinem Wahlprogramm genannt werden. Ein zentrales Thema von hoher Priorität ist ein zukunftsfähiges und –weisendes Gesamtkonzept für die Stadtentwicklung. Hierzu gehört u. a. die Realisierung von Projekten zur Wohnbebauung in den Ortsteilern und der Innenstadt, Maßnahmen zum Erhalt eines ansprechenden Ortsbildes, barrierefreie Gestaltung im öffentlichen Bereich wo möglich, Ansiedlung eines Seniorenwohnheimes, sinnvolle und bedarfsgerechte Baulandausweisung unter Einbeziehung einer ggf. erforderlichen Innenraumverdichtung und möglichen Lückenbebauungen, Förderung und Erhalt von Gewerbe vor Ort, eine bessere Vernetzung der Ortsteile untereinander durch einen optimierten öffentlichen Personennahverkehr und ein abgestimmtes Bürgerbus-System (nicht nur) für Senioren.

Eine Umsetzung sollte sinngemäß nach meinen Wahlslogan „Miteinander für Allendorf – Miteinander für die Zukunft“ erfolgen. Vorstellen kann ich mir die nachfolgende Verfahrensweise, die ich mit den politischen Gremien und der Verwaltung abstimmen werde.

Zunächst bedarf es eines Leitbildes, welches ganzheitlich die Zukunft Allendorfs mit den Entwicklungsmöglichkeiten in unserer Stadt aufzeigt. Maßnahmen sollten nach kurz-, mittel- bis langfristig priorisiert und möglichen Zeitfenstern hierfür aufgestellt werden.

Im Vorgehen sollte als erstes eine Bürgerversammlung stattfinden um die Gesamtthematik zu erläutern und erste Ideen aus der Bevölkerung aufzugreifen. Aus diesem Kreise könnte ein Beirat gegründet werden, der sich aus sach- und fachkundigen sowie an der Stadtentwicklung interessierten Personen zusammensetzt. Dieser Beirat unterstützt den BGM und die politischen Gremien ehrenamtlich. Die politischen Gremien als Entscheidungsträger und die Verwaltung sind in alle Prozesse eingebunden und die Verwaltungsspitze in Person des Bürgermeisters/Bürgermeisterin sollte als Initiator und Motor den Gesamtprozess zielstrebig leiten.

Ich werde bestrebt sein, unsere Entwicklungsmöglichkeiten optimal zu nutzen um Allendorf (Lumda) attraktiv und wettbewerbsfähig zu gestalten. Eine intakte Infrastruktur, ein ansprechendes Ortsbild sowie eine intakte Natur werden in Zukunft mehr denn je die entscheidenden Faktoren sein, welche unserer Stadt den entsprechenden Einwohnerzuwachs und gesicherte Einnahmen bringen werden.

Sie stellen mir weiterhin die Frage, was mich als Herausforderer von der Amtsinhaberin Annette Bergen-Krause unterscheidet, was ich an dem vorgenannten Thema festmachen möchte.

Ich werde mich den zukunftsweisenden Themen annehmen und zielstrebig für deren Umsetzung einsetzen. Ich führe den offenen und ehrlichen Dialog und werde alle Bürgerinnen und Bürger, politische Gremien und Gruppierungen zeitnah informieren sowie in Entscheidungsprozesse mit einbinden.

Weiterhin ist es mir ein dringendes Bedürfnis den Allendorfer Kommunalpolitikern, der Verwaltung und den Bürgern wieder ein „Wir-Gefühl“ zu vermitteln, was in letzter Zeit etwas verloren gegangen zu sein scheint.

Wie stellen Sie sich die Führung einer Verwaltung vor?

Die Verwaltung werde ich kooperativ führen. Effizienzsteigerung durch sinnvolle Aufgabenzuordnung, sowie im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) herbeiführen. Die Mitarbeiter in Umgestaltungs- und Entscheidungsprozesse einbinden. Den offenen Dialog zwischen Verwaltungsleitung, Mitarbeitern, politischen Gremien und der Bürgerschaft frei von parteitaktischen Überlegungen praktizieren. Bürgernähe zeigen und für unsere Bürgerinnen und Bürger erreichbar sein. Ich möchte Impulsgeber mit Ideen für die politischen Gremien sein und mich dafür einsetzen, dass Aufträge an die Verwaltung zügig umgesetzt werden.

Wie sehen Sie im Bereich der Finanzen unserer Stadt das Thema „Steuererhöhungen“?

Zunächst einmal bleibt festzustellen, dass Pflichtaufgaben in unserer Stadt vorhanden und diese mit den vorhandenen Mitteln zu finanzieren sind. Dass sich nicht alle Bereiche einer Stadt kostendeckend führen lassen liegt in der Natur der Sache. Aufgabe der Politik ist es zu entscheiden, welche Maßnahmen durchgeführt werden und wie die Finanzierung zu erfolgen hat. Es ist unpopulär von Steuererhöhungen zu sprechen, aber wenn Maßnahmen von der Bürgerschaft dringend gewünscht werden und Mittel nicht vorhanden sind, muss man Wege aufzeigen wie eine Finanzierung möglich ist. Dies ist Aufgabe der Verwaltung und das Parlament, also die gewählten politischen Vertreter, treffen die Entscheidung. Dass dies in vielen Fällen mit der Anhebung der Grundsteuer B und Anhebung der Gewerbesteuer in Zusammenhang steht, hat seine Gründe. Hier sollte man aber bei möglichen Erhöhungen darauf achten, dass die Hebesätze sich nicht deutlich über dem Durchschnitt zu anderen Kommunen bewegen, damit sich dies nicht kontraproduktiv auf die Ansiedlung von Neubürger und das Gewerbe auswirkt.

Was fällt Ihnen ein zum Thema „erneuerbare Energien“?

Die Zuwendung zu den erneuerbaren Energien ist eine Aufgabe, der sich die Politik widmen muss. Den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomkraft sollten wir forcieren und uns den erneuerbaren Energien zuwenden. Die dezentrale Energieversorgung mit einer Produktion in der Region sollte sich durchsetzen. Es gibt einige Beispiele, wie z. B. der gemeinsame Solarpark, die Nutzung von Windkraft sowie bereits zahlreiche private Initiativen von einzelnen Haushalten, welche Möglichkeiten aufzeigen wie es gehen kann. Entscheidend zu dem Tempo der Umsetzung werden die technische Entwicklung und die Konkurrenzfähigkeit der so erzeugten Energie zu der bisher herkömmlich erzeugten Energie aus Atomkraft und Kohle sein. Daher steht meine Forderung nach einer staatlichen Förderung, die finanzielle Nachteile ausgleicht um die Energiewende schneller umsetzten zu können. Als Stadt müssen wir das Thema auch sehr eng begleiten und nach Möglichkeiten suchen, wie wir diesen Trend positiv begleiten können. Die Nutzung der Windkraft und Sonne, die Wärme-Kraft-Kopplung, Errichtung von E-Tankstellen und vieles mehr sind Möglichkeiten, mit denen ein Beitrag zum Ausstieg aus der Atomkraft geleistet werden kann.

Wie sehen Sie die Innenstadtentwicklung und Entwicklung in den Stadtteilen?

Die Innenstadtentwicklung und Entwicklung in den Stadtteilen sehe ich als eine der dringlichsten Aufgabe, welcher ich mich besonders und mit Nachdruck widmen möchte. Ein gutes Umfeld mit intakter Infrastruktur und einem freundlichen Erscheinungsbild sind Fakten, die ein Ausbluten unserer Dörfer und Städten vermeiden helfen und Zuzug fördern. Hier müssen wir ein Gesamtkonzept erstellen, was aufzeigt wie sich unsere Stadt und die Stadtteile entwickeln sollen. Hierzu bedarf es eines Mix der viele Dinge zu berücksichtigen hat. Zum einen geht es um bestehende oder drohende Leerstände, denen wir uns mit widmen müssen, damit hier einem Verfall und somit der Verschandelung unseres Ortsbildes vorgebeugt wird. Mehrgenerationenhäuser, Umwidmung der Flächen bei maroder Bausubstanz, altengerechtes Wohnen und einiges mehr sind Gedanken, welche mir hierzu einfallen. Die Innenraumverdichtung ist eine Aufgabe die wir wahrnehmen müssen, um den Landverbrauch im Außenbereich in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Unsere Natur und Landschaft ist ein Gut, mit dem wir sorgsam umgehen müssen. Lückenbebauungen und Baurecht hierfür sind in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen zu fördern. Aber auch die Schaffung von Bauland und Ausweisung geeigneter Flächen sind in das Konzept mit einzubeziehen und unverzichtbar. Für diese Konzeptentwicklung bedarf es, nicht zuletzt aufgrund fehlender personeller Ressourcen der professionellen Unterstützung durch einen Stadtentwickler und die Umsetzung von Maßnahmen sollte uns in Kooperation mit der freien Wirtschaft gelingen. Weiterer wichtiger Baustein der Stadtentwicklung ist eine bessere Anbindung der Ortsteile. Ich sehe hier durch die älter werdende Bevölkerung und die abnehmende Mobilität ein Bedürfnis für ein Bürgerbussystem, welches mit und auf den ÖPNV abzustimmen ist. Hierfür stehe ich und sehe darin eine große Aufgabe in der ich als Steuermann fungieren möchte.

Wie stehen Sie zu der Gewerbeansiedlung in Ihrer Stadt?

Gewerbeansiedlung erachte ich wichtig vor Ort und in der Region. Dies fördert unseren Standort durch das Angebot und die Arbeitsplätze, welche zur Verfügung gestellt werden. Allendorf ist kein Industriestandort und verfügt nur über sehr begrenzte Flächen, welche für eine Ausweitung von Gewerbe geeignet sind. Daher sollten wir uns bei der Ansiedlung vor Ort auf das Gewerbe beschränken, welche die Grundbedürfnisse und die Daseinsvorsorge abdeckt. Bereits bestehendes Gewerbe muss gefördert und erhalten werden. Für die Ansiedlung von weiterem Gewerbe sollten wir uns auf die IKZ mit gemeinsamen Gewerbegebieten besinnen, wie dies aktuell mit Rabenau und Grünberg am Autobahnanschluss hinter Geilshausen in der Planung steht.

Was ist Ihre Meinung zum Erhalt der Gesamtschule Lumdatal / CBES-Außenstelle?

Hier gibt es Aktive, welche den Schulstandort mit den unterschiedlichsten Aktivitäten bewerben, wofür zu danken ist. Die Politik hat eine Resolution verfasst, dass sie alles zu Erhalt des Schulstandortes tun werde. Letztendlich sind es aber die Eltern der potentiellen Schulkinder, welche durch die Angebotsannahme entscheiden, ob durch eine ausreichende Schülerzahl der Standort auf Dauer erhalten werden kann. Auch wenn der Standort kurzfristig nicht in Frage steht, wünsche ich mir ein offensiveres Auftreten der politisch Verantwortlichen. Ich sehe dies als eine wichtige Aufgabe eines Bürgermeisters, dass dieser in einem engen Kontakt mit der Schulleitung, den Grundschulen welchen den Zugang von Schülern sicherstellen sollen, sowie den Elternbeiräten und Fördervereinen offensiv tätig ist und die Öffentlichkeit hierbei mitnimmt.

Wie sehen Sie die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ)?

IKZ ist ein wichtiger Baustein um unsere Städte auch für die Zukunft handlungsfähig zu halten. Hier müssen alle Möglichkeiten geprüft und umgesetzt werden, wo ein effizienteres Handeln und ggf. Kosteneinsparungen zum tragen kommen. In diese Prozesse müssen die Mitarbeiter, politische Gremien und Bürgerschaft eng einbezogen werden und regelmäßig zu den Sachständen Informationen erhalten. Enger Kontakt besteht mit der Gemeinde Rabenau, was z. Zt. die gemeinsame Stadtkasse, die Ordnungsbehörde und die Prüfung zu einem Verwaltungsverband angeht. IKZ bewegt sich aber nicht nur in dem Verhältnis zwischen den beiden Kommunen Allendorf und Rabenau, sondern kann und muss in vielen Bereichen gesucht werden.

Was sagen sie zu dem Thema „ehrenamtlicher Bürgermeister für Kommunen unter 5000 Einwohnern“?

Die Möglichkeiten zur Einsetzung eines ehrenamtlichen Bürgermeisters wurden geprüft. Ich selbst habe als Stadtverordnetenvorsteher Informationen über den Hessischen Städte- und Gemeindebund eingeholt und an die Fraktionen weitergeleitet. Für einen ehrenamtlichen Bürgermeister konnte sich keine Fraktion aussprechen, was dann auch zu der jetzigen Situation mit der anstehenden Bürgermeisterwahl geführt hat.